Prag
Die Hauptstadt der Tschechischen Republik spielte seit ihrer Gründung eine wichtige Rolle in der Geschichte der tschechischen Nation, des Landes, aber auch Europas. Bezaubert von der Pracht und Schönheit Prags haben Persönlichkeiten von Weltrang der Stadt ihre Huldigung dargebracht. Viele Kunstwerke sind von ihr inspiriert, und die Liste ihrer wohlklingenden Beinamen ist lang. So spricht man beispielsweise vom Goldenen Prag, vom Hunderttürmigen Prag, von der Krone der Welt und vom Steinernen Traum.
Prager Burg – Die Burg ist das Symbol der über 1000-jährigen Geschichte des tschechischen Staates und die einstige Residenz der böhmischen Fürsten und Könige. Heute dient sie dem Präsidenten der Tschechischen Republik als Amtssitz. Der imposante Komplex aus Palästen, Kirchen, Kapellen, Burghöfen, Plätzen und Gässchen aller Stilepochen, der vom gotischen Veitsdom dominiert wird, steht gemeinsam mit dem historischen Stadtkern auf der Liste der UNESCO. Zum Besuch laden beispielsweise die Ausstellung „Geschichte der Prager Burg“, die Gemäldegalerie, das Spielzeugmuseum und das Kloster St. Georg, wo eine Ausstellung der Nationalgalerie untergebracht ist.
Veitsdom – Die gotische Kathedrale ist das geistige Symbol des tschechischen Staates und gleichzeitig das Wahrzeichen der Prager Burg. Hier befindet sich unter anderem die Wenzelskapelle mit dem Grab des Hl. Wenzel. In den Kellergewölben des Veitsdoms liegen die Gräber der böhmischen Könige sowie die Krönungskammer, in der die tschechischen Kronjuwelen aufbewahrt werden.
Kloster Strahov – Das Kloster des Prämonstratenserordens wurde 1140 von Vladislav II. gegründet. In der barocken Anlage ist die wertvolle Bücherei des Klosters Strahov untergebracht, die Unmengen an mittelalterlichen illuminierten Handschriften, Karten, Globen und Kunstdrucken enthält. Ferner befinden sich hier der im Stil des Barock gehaltene Theologische Saal, der klassizistische Philosophische Saal sowie die Gemäldegalerie von Strahov, eine der bedeutendsten Klostersammlungen Mitteleuropas.
Karlsbrücke – Die älteste Prager Brücke stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist mit einzigartigen Statuen aus dem Barock verziert. Der Altstädter Brückenturm gilt als der schönste gotische Torturm Europas. Eine Ausstellung im zweiten Stock erinnert an das Leben und Wirken von Kaiser Karl IV. Auch der Kleinseitner Brückenturm mit der Ausstellung „Na mostě o mostě“ („Auf der Brücke über die Brücke“) steht für Besucher offen.
Jüdisches Viertel – Das ehemalige jüdische Viertel ist ein gut erhaltenes Ensemble bedeutender jüdischer Denkmäler von europäischer Bedeutung. Mit Ausnahme der Altneusynagoge gehören die meisten Objekte einschließlich des alten jüdischen Friedhofs aus dem 15. Jahrhundert zum Jüdischen Museum.
Vyšehrad – Der legendäre Sitz der ersten tschechischen Fürsten ist heute eine barocke Zitadelle, in der die romanische St.-Martin-Rotunde und die gotische Kirche St. Peter und Paul bewundert werden können. Auf dem Friedhof des Vyšehrad liegen über 600 tschechische Persönlichkeiten begraben.
Haus zur Schwarzen Mutter Gottes in der Celetná ulice – Das Haus ist ein Meisterwerk der tschechischen kubistischen Architektur und wurde in den Jahren 1911–1912 nach Plänen des Architekten Josef Gočár erbaut. In seinem Inneren befinden sich das Museum des tschechischen Kubismus sowie das Grand Café Orient, das einzige kubistische Café der Welt.
Palastgärten unterhalb der Prager Burg – Auf der Kleinseite, an den Hängen unterhalb der Prager Burg gibt es mehrere Palastgärten, die mit zahlreichen Terrassen, Treppen, Pavillons und originellen Plastiken durchsetzt sind.
Altstädter Rathaus mit Astronomischer Uhr – Das Haus ist seit 1338 Sitz der Stadtverwaltung der Altstadt. Der älteste Gebäudeteil mit Turm und Erkerkapelle stammt aus der Gotik, die Astronomische Uhr kam Anfang des 15. Jahrhunderts hinzu. Die Besichtigungstour führt durch die kostbaren historischen Interieurs und umfasst neben der Eingangshalle mit ihrem gotischen Gewölbe und einem Mosaik nach Entwürfen des Malers Mikoláš Aleš auch einen Saal mit Gemälden des Malers Václav Brožík.
Repräsentationshaus – Das Jugendstilgebäude mit mehreren Repräsentationsräumen entstand Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen der Architekten Antonín Balšánek und Osvald Polívka als gesellschaftliches Zentrum der tschechischen Bevölkerung Prags. Das Herzstück des Gebäudes ist der Smetana-Saal. Er ist der wichtigste Konzertsaal Prags. Einzigartiges Jugendstildekor kann auch in mehreren kleinen Sälen und öffentlichen Räumen wie dem Café oder dem Französischen Restaurant bestaunt werden.

Obecní dům a Prašná brána
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